TONY BENNETT + BILL EVANS - Complete Recordings 4 LP Collectors Edition OVP
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Feb 27, 2018 Sold Date
Feb 17, 2018 Start Date
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Description

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TONY BENNETT

BILL EVANS

 

THE COMPLETE RECORDINGS

Collectors Edition

 

 

4 LPs (180g Vinyl)

12 Seiten großformatiges Booklet

12” X 12” Photo

 

 

Tony Bennett

 

Der Schatten von Frank Sinatra ist groß, übergroß für die meisten anderen Künstler des Genres. Doch nicht für seinen persönlichen Freund, den Jazz-Crooner Tony Bennett. Wenn auch im selben Metier zu Hause, gelingt ihm über Jahrzehnte hinweg andauernder Erfolg beim Publikum sowie die Entwicklung eines ganz eigenen Stils.

 

Er kommt am 3. August 1926 im New Yorker Stadtteil Queens als Anthony Dominick Benedetto zur Welt. Den Sohn italienischstämmiger Einwanderer zieht es bereits im Alter von zehn Jahren auf die Bühne, zunächst im Rahmen des Singens anlässlich einer Brücken-Einweihung.

 

Rasch steht für ihn fest, dass er sein Glück im Showgeschäft suchen will, und so sammelt er bis in die vierziger Jahre hinein praktische Gesangs-Erfahrungen mit Auftritten in kleinen Lokalen. Während seiner 1946 endenden Dienstzeit in der US-Army, die ihn auch nach Deutschland führt, arbeitet Benedetto in Militär-Orchestern.

 

Zurück in den Staaten macht er sich unter dem Pseudonym Joe Bari einen Namen. Als entscheidender Wegbereiter für seine eigentliche Karriere fungiert 1949 der Komiker Bob Hope. Er unterstützt den vielversprechenden Nachwuchskünstler als Mentor und rät zu einem Namenswechsel - Tony Bennett ist geboren.

 

Paramount stattet ihn mit einem Vertrag aus, und in rascher Folge veröffentlicht er Singles wie "Boulevard Of Broken Dreams" (1950), "Because Of You" und "Cold Cold Heart" (beide 1951) und erlangt auf Anhieb stetig wachsende Popularität. Mit einigen dieser Songs stürmt er die Spitzenplätze der Hitparaden.

 

1952 erscheint mit "Because Of You" das erste Album. In den 50ern baut Bennett seine Position innerhalb des Showbiz' stetig weiter aus und arbeitet mit Musikern wie Count Basie und Chuck Wayne zusammen. Die Konzerte sind ausverkauft, längst bleibt Tonys künstlerischer Radius nicht ausschließlich auf den Gesang beschränkt.

 

Die TV-Reihe "The Tony Bennett Show" erweist sich ab 1959 als Quotenknüller. In der legendären Fernseh-Serie "77 Sunset Strip" gibt er 1963 mehrere Gastspiele und schafft 1966 dank des Films "The Oscar" den Sprung auf die Kino-Leinwand.

 

Trotz weiterhin regelmäßig veröffentlichter Alben und unzähliger Engagements dämmert ab Mitte der Sechziger allmählich eine neue Epoche in der Popmusik herauf. Einstige Superstars wie Perry Como und Frank Sinatra sehen sich und ihre Musik als nicht mehr zeitgemäß wahrgenommen. Versuche, mit der Einbindung eigener Versionen aktueller Hits ins Repertoire sinkenden Plattenverkäufen entgegen zu steuern, schlagen nicht nur bei Tony fehl.

 

Gegen Ende der Siebziger nimmt Bennett eine mehrjährige Auszeit, geprägt von Steuerproblemen und der Flucht in die Droge Kokain. Doch der Künstler kämpft sich zurück und startet mit kleineren Bühnen-Auftritten ein Comeback. Lohn der Mühen: 1986 erntet das Album "The Art Of Excellence" positive Resonanz seitens Kritikern und Fans. Für seine Sinatra-Hommage "Perfectly Frank" (1992) gewinnt Tony den begehrten Grammy-Award.

 

Einem jüngeren Publikum macht er sich mit einem aufsehenerregenden Konzert 1994 im Rahmen der "MTV Unplugged"-Reihe bekannt. Seine Interpretation des Astaire-Classics "Steppin' Out With My Baby" entwickelt sich zu einem weltweiten Hit.

 

Bis ins neue Jahrtausend hinein gestaltet sich die Arbeit Bennetts umtriebig und von immer neuen Facetten geprägt. Mit Stars wie Bono, Paul McCartney und Barbra Streisand spielt er das Album "Duets - An American Classic" ein. Auf Festivals und in TV-Shows gilt er längst wieder als gern gesehener Gast.

 

Künstlerisch betätigt er sich neben dem Gesang mit großem Erfolg inzwischen auch als Maler, und gründet eine eigene, junge Nachwuchs-Künstler unterstützende Stiftung unter dem Namen "Exploring The Arts". Unzählige Auszeichnungen flankieren den Weg eines Künstlers, der längst aus dem Dasein eines 'Nur-Sängers' herausgetreten ist.

 

Als über Achtzigjähriger gewinnt er für sein 2011 erscheinendes Album "Duets II" so unterschiedliche Musikerinnen wie Lady Gaga und Aretha Franklin.

 

Lohn der Mühen: der Sprung an die Spitze der Billboard-Charts. Außerdem kann sich Bennett damit schmücken, als ältester Künstler aller Zeiten Platz eins zu belegen. 2012 erhält er zwei weitere Grammy-Awards und schraubt damit seine Gesamtbilanz auf 17 Auszeichnungen. Im Herbst des Jahres erscheint mit "Viva Duets" ein dritter Teil der Duettalben-Reihe, hier ausschließlich mit lateinamerikanischen Gästen eingesungen.

 

2014 präsentiert Bennett mit "Cheek To Cheek" ein weiteres Duett-Album. Doch diesmal nicht mit unterschiedlichen Partnern, sondern ausschließlich im erneuten Verbund mit Pop-Queen Lady Gaga. Für Tony bedeutet die Zusammenarbeit ein willkommene künstlerische Frischzellenkur und die Lady überzeugt mit überraschenden stimmlichen Facetten.

 

Jazz, American Songbook, hin und wieder eine Prise Pop: Tony Bennett zelebriert in seiner jahrzehntelangen Karriere eine zeitlos faszinierende Entertainment-Mixtur klassischer alter Schule.

 

Bill Evans

 

Wohl kein anderer Pianist hat den modernen Jazz so sehr geprägt wie Bill Evans, den der Kritiker-Doyen Leonard Feather einst als "sanften Giganten" bezeichnete. Mit seiner differenzierten Anschlagtechnik, seiner außergewöhnlichen harmonischen Raffinesse und den Voicings seiner linken Hand übte er starken Einfluss auf die Jazzpianisten aller nachfolgenden Generationen aus. Bei einem Musiker solchen Kalibers sollte man meinen, dass 37 Jahre nach seinem Tod bereits sämtliche verwertbare Aufnahmen aus den hintersten Winkeln der Tonarchive zu Tage befördert worden sind. Umso überraschter war die ganze Jazzwelt, als Anfang 2017 bei Fantasy das Album "On A Monday Night" herauskam, das eine sensationelle, unbekannte Live-Aufnahme von Bill Evans mit Eddie Gomez und Eliot Zigmund aus dem Jahr 1976 enthielt. "Ein erstklassiges Bill Evans Trio im Zenit seines Könnens ist kaum zu schlagen", meinte Dan McClenaghan auf All About Jazz über das Album "Und genau das findet man auf ‘On A Monday Night’."

 

Der am 16. August 1929 in Plainfield/New Jersey geborene Bill Evans studierte mit einem Stipendium in der Tasche an der Southeastern Louisiana University Piano, Flöte und Musiktheorie. 1950 machte er seinen Abschluss im Hauptfach Piano und ging anschließend mit dem Saxophonisten Herbie Fields auf Tournee. Nach Ableistung seiner dreijährigen Militärdienstzeit, während der er u.a. seine zum Klassiker gewordene Komposition "Waltz For Debbie" schrieb, kam er 1954 nach New York. Dort setzte er seine Studien am Mannes College fort, wo er den Komponisten und Arrangeur George Russell und dessen Arbeiten über den modalen Jazz kennenlernte. Die bei Russell gewonnen Erfahrungen brachte Evans, der auch ein begeisterter Anhänger der klassischen Impressionisten Ravel und Debussy war, 1956 gleich auf seinem Solodebütalbum "New Jazz Conceptions" unter, das er mit Drummer Paul Motian und Bassist Teddy Kotick einspielte. Und dieses Album dürfte auch das Interesse von Miles Davis, der damals selber seine sogenannte "modale Phase" einläutete, an Bill Evans geweckt haben. Gleich die erste Aufnahmesession, die Evans in den nur acht Monaten als Mitglied des Miles Davis Sextet machte, brachte das vielleicht beste Jazzalbum aller Zeiten hervor: "Kind Of Blue" (lediglich Coltranes "A Love Supreme" könnte ihm den Rang streitig machen). "Ich habe sicher eine Menge von Bill Evans gelernt", gestand Miles damals. "Er spielt das Klavier auf eine Art und Weise, wie es gespielt werden sollte; er beherrscht alle Arten von Skalen."

 

Nach dem kurzen Gastspiel bei Miles, das Bill Evans in die Schlagzeilen der Jazzpresse katapultiert hatte, gründete der Pianist mit Paul Motian und dem Bassisten Scott LaFaro sein erstes festes Trio, das auf nahezu telepathische Weise miteinander zu kommunizieren verstand. 1962, nach dem frühen Ableben des jungen Bassisten, unterschrieb Evans einen Plattenvertrag bei Verve. Unter der Obhut von Creed Taylor nahm Evans, der bevorzugt im klassischen Jazztrio spielte, für Verve bis 1969 eine Reihe sehr unterschiedlicher Platten auf: Mal mit einer von Gary McFarland geleiteten Big-Band oder einem von Claus Ogermann arrangierten Streichorchester, mal mit Begleitern wie Tenorsaxophonist Stan Getz, Gitarrist Jim Hall... oder sich selbst. Die im Overdub-Verfahren aufgenommenen Alben "Conversations With Myself" und "Further Conversations With Myself" zählen mit zu Evans’ spannendsten Aufnahmen. 1970 verließ Evans das Verve-Label und konzentrierte sich in der Folge wieder mehr auf das Spiel im Trio. Das letzte Trio, das er von 1978 bis zu seinem Tod mit dem jungen Bassisten Marc Johnson und dem Schlagzeuger Joe LaBarbera unterhielt, galt als das beste Evans-Trio nach jenem mit LaFaro und Motian.

 

Bill Evans, der im Laufe seiner Karriere immer wieder mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte, starb am 15. September 1980, nur einen Monat nach seinem 51. Geburtstag, in New York.

 

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