LP JOY UNLIMITED Minne (Re) Garden Of Delights LP 023 - STILL SEALED
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Description
LP JOY UNLIMITED
Minne
Limited Edition Of 1000 Handnumbered Copies
Country of release: Germany, 2015
Original released: 1975
Label: Garden Of Delights
Catalogue number: LP 023
Barcode: 4016342700238
Klappcover/Gatefold Sleeve: Nein/No
Includes 16 Pages Booklet
Condition Record: MINT
Condition Cover: MINT
LP ist noch verschweißt / LP IS STILL SEALED !!!
(Photo von meiner eigenen LP / Photo taken from my own copy)
Tracks Side 1:
1. Origo (2:38)
2a. Minne Wunder Kann Din Güete
2b. Monogam - Polygam (5:51)
3. Der Din Wip Alrerst Betrouc (2:07)
4. Cinctura Virginae (2:37)
5a. Swer Gieht, Daz Minne Sünde Si
5b. Abruptio (4:20)
6. Venus (2:49)
Tracks Side 2:
1. Al Min Fröide (1:59)
2. Thermae (3:06)
3. Roter Mund Wie Du Dich Swachest (3:05)
4. Bacchanal (4:21)
5. Flos Lividus I (4:36)
6. Flos Lividus II (6:15)
Listen At YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=idDYB-z_vzY
https://www.youtube.com/watch?v=yMNN_5ynqq8
Ende 1973, nach dem Erscheinen von "Reflections", waren Joy Unlimited wieder auf der Suche nach einem Sänger. Ken Traylor hatte nämlich die Gruppe verlassen, um seine Zeit ganz dem Motocross-Rennfahren zu widmen. Für ihn kam Joschi Dinier, der zudem Bass- und Gitarrensaiten zu bearbeiten verstand. Auch Gitarrist Dieter Kindl verließ die Band. Er wurde durch Hans Lingenfelder ersetzt.
Die Musiker von Joy Unlimited verdienten damals ihr Geld hauptsächlich als Begleit- und Studiomusiker und mit Werbemusik. So priesen z.B. Cinzano, Sarotti oder die Bahn ihre Produkte in Radio und Fernsehen mit Musik der Band an, die zu diesem Zweck natürlich unter anderem Namen tätig war. 1974 trat Lothar Höfgen, der damalige Leiter der Balletttruppe des Mannheimer Nationaltheaters, mit einer Idee für eine neue Produktion an die Gruppe heran. Höfgen hatte wenige Jahre zuvor in Bonn mit Joy Unlimited schon "Schmetterlinge" verwirklicht.
"Minne", so der Titel des neuen Werkes, das die Band bald zusammengebastelt hatte, handelte von der Liebe, so wie sie in den Texten von Walter von der Vogelweide vielgestaltig dargestellt wird. Das Ballett lief erfolgreich über zwei Spielzeiten. Zudem spielte die Band eine Studioversion davon ein, welche Anfang 1975 von der BASF als viertes Album von Joy Unlimited veröffentlicht wurde.
"Minne" bietet teilweise recht andere Klänge als die, welche man bisher von Joy Unlimited gewohnt war. Angelehnt an "King Richard's court jester" vom Vorgängeralbum herrschen nun folkloristisch-mittelalterliche Muster vor, die sich jedoch meist im für die Band typischen jazzig-progressiven Rock auflösen. Akustikgitarre, Cembalo und diverse Blockflöten sorgen für das mittelalterliche Element, während Orgel, Querflöte, Sax und E-Gitarre die Musik wieder in schwungvollere, meist jazzig-brassrockende Gefilde tragen. Ab und an, im einleitenden, krautig-sphärische "Origo" z.B., kommt auch ein Mellotron zum Einsatz. Dazu deklamiert Dinier Vogelweides Texte, für meinen Geschmack vielleicht eine Spur zu affektiert. Allzu viel wird allerdings nicht gesungen.
Das Ergebnis ist eine recht ungewöhnliche, aber durchaus gelungene Mischung aus Folk und Brass/Jazzrock bzw. klassischem Orgelprog, die wohl relativ einzigartig dasteht. Sehr professionell und druckvoll ist das Ganze zudem eingespielt und abgemischt. Vergleiche mit angloamerikanischen Produktionen brauchten die sieben Mannheimer sicher nicht zu scheuen.
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"Minne" war im Grunde das letzte reguläre Album von Joy Unlimited. Es erschien zwar noch das Album "Instrumental Impressions", doch wurden hier nur weitere Radioaufnahmen der Band zweitverwertet. Zudem wurde dieses Album nur in Italien veröffentlicht. 1976 lösten sich Joy Unlimited auf. Nicht unerwähnt bleiben soll das weitere Schicksal des letzten Joy-Unlimited-Gitarristen Hans Lingenfelder. Der legte sich 1976 den Künstlernamen Ricky King zu. Unter diesem spielte er so um die 30 Alben mit E-Gitarrenschlagern ein, die ihn und seine Produzenten Heck und Köthe reich machen sollten. Allzu progressiv war das dann allerdings nicht mehr ... (Achim Breiling/babyblaue-seiten.de)
Joschi Dinier - Lead Vocals, Electric Bass, Electric Guitar, Percussion
Hans W. Herkenne - Drums, Percussion
Albin Metz - Trumpet, Electric Bass, Recorder, Percussion, Backing Vocals
Roland Heck - Organ, Electric Piano, Harpsichord, Mellotron, Backing Vocals
Gerd Köthe - Tenor Saxophone, Soprano Saxophone, Flute, Recorder [Sopranino, Tenor Treble], Backing Vocals –
Hans Lingenfelder - Electric Guitar, Acoustic Guitar, Backing Vocals
Klaus R. Nagel - Acoustic Guitar, Recorder, Percussion, Backing Vocals
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